Anlegerwohnungen finanzieren und erfolgreich vermieten

Anlegerwohnung-Tipps

Anlegerwohnungen können als lukrative Geldanlage dienen. Was bei der Suche nach der passenden Immobilie zu berücksichtigen ist. Infrastruktur und andere Kriterien sind das Um und Auf, um eine attraktive und rentable Anlegerwohnung zu finden. Ist die geeignete Immobilie auserkoren, geht es darum, wie sie Anlegerwohnungen finanzieren und vermieten. Erfahren Sie hier, wie Sie Schritt für Schritt vorgehen, um eine Immobilie als Kapitalanlage zu erwerben und zu nutzen.

Was muss die optimale Anlegerwohnung erfüllen?

Eine Anlegerwohnung ist nur dann eine sinnvolle und lukrative Geldanlage, wenn das passende Objekt gefunden wird. Deshalb lohnt es sich, genügend Zeit und fremde Expertise in die Wohnungssuche zu stecken.

Kriterien für Anlegerwohnungen

  • Lage: Generell eignen sich Städte und Ballungsräume sehr gut für Anlegerwohnungen. Denn dort besteht und wächst der Wohnbedarf. In Universitätsstädten sind kleinere Wohnungen zwischen 40 und 50 Quadratmeter in zentralen Stadtteilen attraktive Anlageobjekte. Diese können auch an Paare vermietet werden. Ein Balkon oder eine Terrasse und eine ruhige Umgebung machen die Wohnung noch attraktiver. Auch Randgebiete von Städten sind interessant, da die Immobilien etwas günstiger und die Mieteinnahmen recht sicher sind.
  • Infrastruktur: Um ein möglichst attraktives Wohnangebot zu bieten und Leerstand vorzubeugen, ist eine gute Infrastruktur essenziell. Dazu gehört eine gute Verkehrsanbindung, die Nähe zu Supermärkten, Schulen, Spielplätzen und Grünflächen.
  • Kosten: Bei überbewerteten Wohnungen dauert es lange, bis damit Gewinne gemacht werden. Lassen Sie sich von Immobilienexpert*innen beraten, was ein gutes Verhältnis zwischen Kaufpreis und Jahresnettomiete ist.
  • Zustand: Wer eine Anlegerwohnung kauft, ist für die Instandhaltung der Immobile verantwortlich. Deshalb ist es wichtig, vorab den baulichen Zustand zu kennen und zu wissen, wann mit welchen Reparatur- und Renovierungskosten zu rechnen ist. Neubauprojekte haben dahingehend einen Vorteil. Tipp: Lassen Sie den Zustand der Immobilie von einem/einer Sachverständigen prüfen.
  • Betriebskosten: Die Betriebskosten einer Anlegerwohnung sollten nicht zu hoch sein. Erstens könnte das potenzielle Mieter*innen abschrecken. Zweitens sind die Betriebskosten selbst zu bezahlen, wenn die Wohnung einmal vorübergehend leer steht.
  • Energiekosten: Das Thema Energie ist gerade in den vergangenen Jahren in den Vordergrund gerückt. Anlegerwohnungen im Neubau und Immobilien mit energieschonender Heizung wie Erdwärmepumpen liegen klar im Vorteil.

Wie finde ich die richtige Anlegerwohnung?

Es ist empfehlenswert, sich bei der Suche nach einer passenden Immobilie als Kapitalanlage von einem Immobilienbüro oder ein/er Makler*in unterstützen zu lassen. Diese verfügen über das nötige Expertenwissen, viel Erfahrung und kennen die aktuelle Wohnungsmarktsituation. Auch Bauträger, die Vorsorgewohnungen anbieten, sind beratend tätig und übernehmen teilweise Vermietung, Kalkulationen und Verwaltungsaufgaben. Achten Sie vorab auf die Bonität des Bauträgers.

Wie lassen sich Anlegerwohnungen finanzieren?

Natürlich kann die Anlegerwohnung zu 100 Prozent eigenfinanziert werden. Ist das nicht der Fall, läuft die Finanzierung einer Immobilie als Kapitalanlage ähnlich ab wie jene einer selbst bewohnten Eigentumswohnung. Anders ist oft nur, dass die zu erwartende Miete als Einkommen gerechnet wird, was die Bonität erhöht. Meistens wird ein Hypothekarkredit vergeben und die Bank mit einem Pfandrecht ins Grundbuch eingetragen.

Wie hoch sollten Eigenkapital und Rendite sein?

Wer für den Kauf der Anlegerwohnung einen Bankkredit benötigt, sollte über mindestens 30 Prozent Eigenkapital verfügen. Die Erwartungen der Banken sind unterschiedlich und können auch durchaus höher liegen. Denn in den vergangenen Jahren sind die Immobilienpreise im Vergleich zu den Mieten überdurchschnittliche hoch angestiegen und damit die Mietrenditen gesunken. Grundsätzlich gilt: Damit sich die Anschaffung einer Immobilie als Kapitalanlage lohnt, sollte die Rendite mindestens zwei bis drei Prozent p.a. betragen.

Wie vermietet man Anlegerwohnungen erfolgreich?

Um eine Anlegerwohnung erfolgreich zu vermieten, sollten Kriterien wie Lage, Infrastruktur, Ausstattung und der Mietzins ein attraktives Angebot für Wohnungssuchende ergeben. Basis für eine Investmententscheidung sollte die zu erwartende Rendite sein, die auch davon abhängig ist, wie Sie Anlegerwohnungen finanzieren. Passende Mieter*innen zu finden, kann darüber hinaus aufwendig sein, da Wohnungsanzeigen geschaltet und Besichtigungstermine absolviert werden müssen. Auch die Auseinandersetzung mit rechtlichen Fragen und das Aufsetzen eines Kaufvertrags zählen zu den Pflichten von Vermieter*innen. Für all diese Aufgaben kann bei Bedarf professionelle Unterstützung in Anspruch genommen werden.

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