Vor- und Nachteile einer Maisonette-Wohnung

Maisonette
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Lesedauer: 2 Minuten

Was Sie zum Wohnen auf zwei Etagen wissen sollten. Wir stellen den Wohntyp Maisonette vor.

Was ist eine Maisonette?

Eine Maisonette ist eine mehrstöckige Wohnung – meist zweistöckig – mit einer Treppe innerhalb der eigenen Wohnung. Der Wohnbereich ist zum Teil offen und reicht über beide Etagen.

Das Wort Maisonette kommt aus dem Französischen und heißt übersetzt „Häuschen“. Und genau dieses Wohngefühl soll eine Maisonette auch mit sich bringen: Ein Wohnen auf mehreren Etagen mit einem großzügigen, offenen Raumgefühl – ein Haus im Haus.

Für wen ist eine Maisonette-Wohnung geeignet?

Vor allem Singles oder Paare ohne Kinder in jüngerem oder mittlerem Alter bewohnen oft Maisonettes. Mit zunehmendem Alter und für Kinder ist das Stiegensteigen in der eigenen Wohnung oft mühsam und nicht ganz ungefährlich. In jüngeren und mittleren Jahren ist der häufige Stockwerkwechsel in der eigenen Wohnung meist kein Problem.

Maisonettes sind daher vor allem für Menschen empfehlenswert, für die eine freistehende Treppe in der Wohnung keinen Nachteil darstellt. Für Menschen, die ein offenes Raumkonzept bevorzugen und die gerne „Luft nach oben“ haben, ist eine Maisonette das Richtige.

Manche Maisonettes sind auch für Familien und Wohngemeinschaften geeignet – dies hängt aber stark von der Raumaufteilung ab. In diesem Fall sollte die Wohnung unbedingt Rückzugsmöglichkeiten für alle Familienmitglieder bzw. MitbewohnerInnen bieten.

Welche Vor- und Nachteile haben Maisonettes?

Vorteile:

  • Wohngefühl wie in einem kleinen Haus
  • Offenes Raumkonzept mit oft fünf bis sechs Meter hohen Räumen
  • Treppe – oft freistehend – als Stilelement
  • Exklusivität, da Maisonettes eher selten sind
  • Mehr Einrichtungsmöglichkeiten durch geteilten Wohnraum auf zwei Etagen
  • Ausblicke über die Stadt bei Dachgeschoß-Maisonettes

Nachteile:

  • Treppe im Wohnraum ist für Ältere und Kinder oft unpraktisch
  • Teils höhere Heizkosten und ungleiche Wärmeverteilung (wärmer in der oberen Etage)
  • Weniger Privatsphäre und Rückzugsmöglichkeit durch offenes Raumkonzept, falls MitbewohnerInnen
  • Dachschrägen im oberen Geschoss, die häufig nach Maßmöbeln verlangen

Was zählt zur Wohnfläche?

Zur Wohnfläche zählen alle Flächen, die zu Wohnzwecken dienen. Auch Balkone und Terrassen zählen mit 25 Prozent ihrer Quadratmeterzahl zur Wohnfläche, in sehr guten Lagen zu 50 Prozent.

Bei Dachschrägen wird Wohnfläche abgezogen: Ist die Deckenhöhe unter der Dachschräge ein Meter oder niedriger, zählt dieser Bereich nicht als Wohnfläche. Bei einer Deckenhöhe von ein bis zwei Metern wird die Fläche zur Hälfte als Wohnfläche gerechnet. Alles darüber zählt zu 100 Prozent. Gleiches gilt für die Fläche unter der Treppe.

Vorsicht! Die Wohnfläche unterscheidet sich von der Nutzfläche. In Österreich ist nur die Nutzfläche für den Kauf- bzw. Mietpreis einer Wohnung oder eines Hauses von Bedeutung. Dachschrägen und zugängliche Flächen unter Treppen werden immer ganz zur Nutzfläche gezählt, während offene Balkone, Terrassen und Treppen nicht zur Nutzfläche zählen.

Was kosten Maisonette-Wohnungen?

Für den Preis von Maisonette-Wohnungen – ob zum Kauf oder zur Miete – spielt die Angebots- und Nachfragelage eine große Rolle. Schöne Maisonettes haben in der Regel eine Nachfrage, die das Angebot auf dem Markt übersteigt. Dies schlägt sich im Preis nieder.

Für zentrumsnahe Maisonette-Wohnungen in Miete sind in Wien 15 bis 20 Euro pro Quadratmeter üblich. Kaufpreise für Maisonettes, die halbwegs zentrumsnah sind, bewegen sich oft zwischen 4.000 und 6.000 Euro pro Quadratmeter. Beim Kauf kommt in der Regel noch eine Maklerprovision von 3 Prozent hinzu. Immobilien mit großen Fensterfronten, großzügig angelegten Terrassen und in Top-Innenstadtlagen können als Luxusimmobilien aber weitaus höhere Kauf- oder Mietpreise erreichen.

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