Schimmelbildung im Wohnraum vermeiden: die besten Tipps

Schimmelbildung in der Wohnung

Welche Ursachen für Schimmel es gibt und wie Sie Schimmel in den eigenen vier Wänden vermeiden.

Schimmel in den Wohnräumen ist eine lästige Angelegenheit. Er kann die Lebensqualität massiv einschränken und sorgt nicht selten für Streit mit der vermietenden Partei. Die gute Nachricht: Sie können selbst sehr viel unternehmen, um die Ursachen für Schimmel zu minimieren und Schimmelbildung zu vermeiden.

Wie entsteht Schimmel?

Schimmelbildung braucht einen Nährboden und Feuchtigkeit, um zu entstehen. Der Nährboden können verschiedene Materialien wie Mauerputz oder Tapeten sein. Die Feuchtigkeit entsteht in Innenräumen, zum Beispiel beim Kochen oder Duschen. Wird sie nicht abtransportiert, etwa durch einen Dunstabzug oder eine Lüftungsanlage, können sich Schimmelpilze ansiedeln. Im Winter nimmt die Schimmelbildung meist zu, weil oftmals nicht ausreichend gelüftet wird. 

Mögliche Ursachen für Schimmel

  • falsches Lüften
  • zu niedrige Raumtemperatur
  • kein Dunstabzug beim Kochen
  • zu viele Zimmerpflanzen
  • undichte Bausubstanz

Wie lässt sich Schimmelbildung vermeiden?

Sie können aktiv viel tun, um die Ursachen für Schimmel in Ihren Wohnräumen zu vermeiden.

Schimmel vermeiden

  • Ideale Raumtemperatur: Die richtige Raumtemperatur ist maßgeblich wichtig, um Schimmel zu vermeiden. Sie sollte keinesfalls unter 15 Grad Celsius fallen, dann steigt die Gefahr von Schimmelpilzen. Die ideale Zimmertemperatur ist je Raum unterschiedlich hoch. Im Wohnzimmer beträgt sie rund 20 Grad, im Schlafzimmer rund 17 Grad Celsius.
  • Richtig lüften: Beim Stoßlüften öffnen Sie mehrmals pro Tag komplett die Fenster für rund zehn Minuten. Geöffnete, gegenüberliegende Fenster sorgen für den nötigen Durchzug – man spricht von Querlüften. So wird die Feuchtigkeit durch die Luft nach außen getragen.
  • Türen schließen: Geschlossene Türen zwischen kühlen und wärmeren Räumen können Schimmelbildung vermeiden. Zudem sparen Sie Heizkosten.
  • Platz schaffen: Achten Sie darauf, dass Außenräume und Außenecken gut belüftet bleiben. Es hilft beispielsweise, Möbel mit einigen Zentimetern Abstand zur Wand zu platzieren.

Sorgen Sie für reduzierte Luftfeuchtigkeit

  • Luftfeuchtigkeit messen: Ein Hygrometer ist für geringes Geld im Bau- oder Elektronikgeschäft erhältlich. Damit können Sie selbst die Raumtemperatur und die Luftfeuchtigkeit messen. Für eine exakte Messung sollten Sie das kleine Gerät nicht direkt neben Fenstern oder Heizkörpern platzieren. Noch ein Tipp: Achten Sie darauf, dass die Luftfeuchtigkeit nicht weniger als 40 und nicht mehr als 60 Prozent beträgt, um Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Dunstabzug verwenden: Schalten Sie beim Kochen den Dunstabzug ein oder lassen Sie zumindest den Deckel auf dem Topf. So kann sich die Feuchtigkeit nicht in der Raumluft ausbreiten und Sie vermeiden Schimmelbefall.
  • Trockener Duschbereich: Je trockener die Dusche nach dem Duschen ist, desto weniger wahrscheinlich bildet sich Schimmel. Ziehen Sie Duschwand und Fliesen mit einem Abzieher ab und trocknen Sie die Fugen mit einem Tuch ab.
  • Wäsche richtig trocknen: Falls möglich, lassen Sie Ihre Wäsche auf dem Balkon oder im Waschkeller trocknen. Feuchte Wäsche in der Wohnung erhöht das Risiko von Schimmelbildung.
  • Elektronische Entfeuchter: Bei dauerhaft zu hoher Luftfeuchtigkeit trotz richtigem Lüften könnte ein elektronischer Entfeuchter weiterhelfen. Allerdings fallen dafür nicht nur Anschaffungskosten, sondern auch Stromkosten an. Alternativ können Sie vorher eine Schüssel mit Reis und Salz im Wohnraum aufstellen, um der Luft Feuchtigkeit zu entziehen.

Wie können Sie Schimmel erkennen und beseitigen?

Schimmel in der Wohnung oder im Haus erkennen Sie an dunklen Flecken an Wänden, Zimmer- oder Fensterecken. Sind Silikondichtungen, Wandverkleidungen oder Möbel dunkel verfärbt, weist das ebenfalls auf Schimmelbildung hin. Auch feuchte Stellen an Wänden, Decken und Böden sowie ein muffiger, feuchter Geruch in Innenräumen deutet auf Schimmel hin. Bei auftretenden gesundheitlichen Problemen wie Allergien, Kopfschmerzen oder schwerem Husten sollten Sie ebenso berücksichtigen, dass die Ursache ein Schimmelpilz sein könnte.

Schimmel entfernen

  • Kleinere Schimmelflecken von bis zu einem halben Quadratmeter können Sie im ersten Schritt selbst entfernen, etwa mit hoch konzentrierter Essigessenz (nicht auf Kalkwänden anwenden!) oder einem ordnungsgemäß eingesetzten Schimmelspray.
  • Bei größerem Schimmelbefall sollten Sie die zuständige Hausverwaltung kontaktieren oder sich selbst an ein professionelles Schimmelbekämpfungs-Unternehmen wenden. In diesem Fall müssen jedenfalls die Ursachen für den Schimmel abgeklärt werden, eventuell könnte zum Beispiel ein baulicher Schaden vorliegen.

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