Ausbildung zum Immobilienmakler: So geht’s!

Ausbildung zum Immobilienmakler
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Wie Sie Immobilienmaklerin oder Immobilienmakler werden, was die Ausbildung umfasst und warum sie Voraussetzung ist, um den Beruf auch ausüben zu dürfen.

Häuser verkaufen kann jeder? Ganz so einfach ist es nicht. Der Beruf des Immobilienmaklers beziehungsweise der Immobilienmaklerin ist ein reglementiertes Gewerbe. Das heißt: Wer diesen Job auf selbstständiger Basis ausüben will, muss entsprechende Fähigkeiten und Qualifikationen nachweisen können.

So werden Sie Immobilienmakler

Variante A: Ausbildung + Praxisjahr

Sie haben ein facheinschlägiges Universitätsstudium oder einen Fachhochschulstudiengang absolviert? Dann müssen Sie nur noch eine einjährige Praxisarbeit in einer fachlich relevanten Tätigkeit nachweisen, um bei der Wirtschaftskammer die Gewerbeberechtigung beantragen zu können. Eine Befähigungsprüfung ist in diesem Fall nicht nötig.

Variante B: Ausbildung + Praxisjahr(e) + Befähigungsprüfung

Aber auch für alle, die sich erst später für diesen Beruf zu interessieren beginnen, gibt es Möglichkeiten. Die Anzahl der Praxisjahre, die vorzuweisen sind, hängt von der Art der absolvierten Ausbildung ab:

  • Wirtschaftswissenschaftliches oder rechtswissenschaftliches Studium + einjährige fachliche Tätigkeit
  • Abschluss einer berufsbildenden höheren Schule + eineinhalbjährige fachliche Tätigkeit
  • Abschluss einer allgemeinen höheren Schule + zweijährige fachliche Tätigkeit
  • Abschluss einer mindestens dreijährigen berufsbildenden Schule mit spezifischem Schwerpunkt + zweijährige fachliche Tätigkeit
  • Erfolgreiche Lehrabschlussprüfung im Lehrberuf Immobilien- oder Bürokaufmann + zweijährige fachliche Tätigkeit

Zusätzlich muss dann noch eine Befähigungsprüfung absolviert werden. Bei der Immobilienmakler-Prüfung geht es um Rechtsbereiche, in denen sich Makler gut auskennen müssen: Mietrecht, Wohnrecht, Grundrecht, Handelsrecht, Widmungs- und Bebauungsbestimmungen und vieles mehr. Fachbegriffe wie „Immobilienbewertung “ oder „Energieausweis“ gehören zum täglichen Brot einer Immobilienmaklerin oder eines Immobilienmaklers. Aber auch wirtschaftliches Wissen spielt im Vorbereitungskurs eine zentrale Rolle. Das Lernpensum für die Immobilienmakler-Prüfung ist nicht zu unterschätzen.

Wer die Befähigungsprüfung abnimmt

Die Befähigungsprüfung besteht aus vier Modulen, die getrennt bewertet werden und in beliebiger Reihenfolge abgelegt werden können. Zuständig dafür sind die Meisterprüfungsstellen der Wirtschaftskammer Österreich. Dort erhalten Sie auch detaillierte Informationen zu den Prüfungsinhalten und Prüfungsmodalitäten.

Was Sie darüber hinaus noch wissen sollten

Eine erfolgreich absolvierte Immobilienmakler-Ausbildung ist erst der erste Schritt. Gerade für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger ist es sinnvoll, in einem renommierten Unternehmen zu beginnen, um das notwendige Know-how zu erlernen und die für diesen Beruf so wichtigen Kontakte zu knüpfen.

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